Stress und was uns gefangen hält

Stress und was uns gefangen hält

Möglicherweise hast Du auch schon mal gehört: Stress tötet Menschen! Stress wirkt sich unmittelbar auf das Immunsiystem und unsere Gesundheit aus. Trotzdem setzen wir uns Stress immer wieder gerne aus. Wir sind geradezu versessen, uns auf Dinge zu stürzen und diese zu erledigen. Schnell finden wir alle Gründe der Welt, unzufrieden zu sein, wenn etwas falsch läuft. Falsch bedeutet, dass die Dinge nicht so laufen, wie wir das erwarten, dass sie laufen müssten. Stress ist auch für Deine Sucht nach Genussmitteln, Gadgets wie Handies, Arbeit und Beziehungsprobleme sowie für viele andere Dinge verantwortlich. Der deutsche Philosoph Friedrich Hegel sagte einst: "Das Bekannte ist darum, weil es bekannt ist, nicht erkannt." Stress ist uns so bekannt und normal geworden, dass er uns eigentlich unbekannt ist.

Behutsam und entspannt den Alltag anzugehen scheint für diejenigen, die permant Stress ausgesetzt sind - also fast alle in unserer Kultur - das Schwierigste auf der Welt zu sein. Doch warum ist das so? Die Antwort lautet: Weil wir alle "Macher" sind und wir in einem "Macher"-Gefängnis leben. Selbst wenn es uns nicht gut geht, machen wir trotzdem weiter. Wir haben es gar nicht gelernt, nichts zu tun und nur im Jetzt zu leben - ohne Agenda und ohne Plan. Wir finden Zufriedenheit nur darin etwas zu machen, aber nicht darin einfach nur zu sein. Um aus diesem "Macher"-Gefängnis zu kommen, müssen wir zuerst lernen, einfach still zu sitzen und nichts zu tun. Fernöstliche Lehren nennen es Meditation. Ich nenne es einfach "Nichtstun". Treffend formuliert ist das im ZEN-Buddhismus:

Still sitzen
Nichts tun
Der Frühling kommt
Das Gras wächst

Ich wünsche Dir mehr Momente, in denen Du Dir erlaubst, einfach nur dazusitzen und nichts zu tun.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.